Als wir uns im Januar 2016 zu diesem Projekt entschlossen, kamen aus vielen Ländern Menschen zu uns, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und eine neue Heimat suchten. Hier bei uns trafen sie auf Menschen, die vor ihnen Angst hatten und die unsicher waren, was die Zukunft bringen würde.
Ziel des Projektes des Duisburger JRK ist es, bei Kindern und Erwachsenen Ängste und Vorurteile vor anderen Kulturkreisen zu minimieren bzw. abzubauen.
So baten wir Menschen jeder Herkunft und Alters darum, uns Spiele per Telefon, e- mail oder in Schriftform zuzusenden, die sie selbst in ihrer Kindheit, auf der Flucht, auf Schulhöfen oder in ihrer Freizeit gespielt hatten. Darüber hinaus malten Kinder verschiedenster Ethnien Bilder und konnten hierdurch unser Buch farblich und inhaltlich mitgestalten.
Unserer Meinung nach verbindet Spielen die Menschen dieser Welt seit Urzeiten. Spiele helfen bei Angst, Verzweiflung, Todesfurcht, Zukunftsängsten und Hunger und sind interkulturell und intergenerativ. Eine Spieltheorie besagt, dass der Mensch nur im Spiel wirklich Mensch ist.
Wir haben es uns erspart, die Spiele nach Herkunftsland zu unterscheiden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass uns verschiedenste Spiele erreichten, deren Herkunft offenbar unklar ist und von verschiedensten Menschen auf der Welt als das Spiel bezeichnet wurden, das typisch für ihr Herkunftsland ist.
Unsere Hoffnung ist, dass ihr durch das Durchblättern unseres Buches vielleicht zufällig Spiele kennenlernt, die ihr mit anderen Menschen spielen möchtet, unabhängig davon, woher die Mitspieler kommen und wie sie aussehen.
Einziger Hinweis ist, dass in diesem Buch Spiele aus 15 Ländern und Regionen aufgeführt sind.
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Durchsicht und beim spielen.